HIKMICRO PocketE E03

Kompakte Wärmebildkamera für Alltag, Hobby und Beruf

In diesem Beitrag stelle ich dir die HIKMICRO PocketE E03 vor – eine kompakte Wärmebildkamera im Taschenformat. Sie ist ein vielseitiges Werkzeug für Inspektionen, Diagnosen, Temperaturmessungen und die Hobby-Thermografie eignet.

Ich habe mir die Kamera im Alltag angesehen, Bilder und Videos aufgenommen und außerdem die kostenlose Analysesoftware am PC getestet. Dabei geht es in diesem Beitrag nicht nur um technische Daten, sondern vor allem um die Frage: Wie schlägt sich die E03 in der Praxis?

Erster Eindruck und Verpackung

Schon beim Auspacken macht die HIKMICRO E03 einen guten Eindruck. Die Verpackung ist sauber gestaltet und zeigt direkt, dass es sich um eine Wärmebildkamera handelt. Auch die Kamera selbst ist ordentlich und wertig verpackt.

Optisch erinnert mich das Gerät ein wenig an frühere Pocket-PCs – kompakt, handlich und schnell einsatzbereit.

Lieferumfang

Im Karton befindet sich neben der Kamera alles, was man für den Start braucht:

  • HIKMICRO PocketE E03 Wärmebildkamera

  • Transporttasche mit Clip (z. B. für den Gürtel)

  • USB-C-Kabel

  • Handschlaufe

  • Quick Start Guide

  • Hinweise (z. B. Garantieverlängerung / Entsorgung)

  • Kalibrierungszertifikat

Die Transporttasche mit Gürtelclip gefällt mir besonders gut, weil die Kamera damit schnell griffbereit ist.

Gehäuse, Anschlüsse und Verarbeitung

Die Kamera ist kompakt aufgebaut und liegt gut in der Hand.

Vorderseite

  • Videoleuchte

  • Linse der Wärmebildkamera

  • Linse der optischen Kamera

Rückseite

  • 3,5″ Touchdisplay

  • Modellbezeichnung E03

Seite

  • USB-C-Anschluss

  • Mikrofon

Oberseite

  • Ein-/Ausschalter

  • Auslösetaste für Foto/Video (lange gedrückt halten)

Unterseite

  • Stativgewinde

  • Befestigungspunkte für die Handschlaufe

  • technische Geräteangaben

Die Kamera besitzt die Schutzart IP54 (staubgeschützt und gegen Spritzwasser geschützt), was für den mobilen Einsatz im Alltag sinnvoll ist. 

Technische Daten

Inbetriebnahme und Bedienung

Nach dem Einschalten erscheint zunächst das Herstellerlogo, anschließend kalibriert sich die Kamera kurz. Das ist bei Wärmebildkameras normal.

Die Bedienung erfolgt über das Touchdisplay. Über die Symbole in der Liveansicht lassen sich schnell wichtige Funktionen einstellen.

 

Bildquelle: Bedienungsanleitung HIKMICRO E03

Wichtige Funktionen in der Liveansicht

  • Markierung im Kamerabild

    • heißesten Punkts

    • kältesten Punkts

    • Bildmittelpunkt

  • Umschaltung zwischen:

    • Wärmebild

    • Hybridbild (Fusion)

    • optischem Bild

Über das Schnellmenü (Wischgeste von oben nach unten) lassen sich u. a. einstellen und anzeigen:

  • Displayhelligkeit

  • Videoleuchte

  • Hell-/Dunkelmodus

  • Akkustand

  • Speicherbelegung

Der interne Speicher (4 GB) bietet laut Hersteller Platz für viele Aufnahmen. Auf der Herstellerseite ist von ca. 30.000 Bilder die Rede.

Erste Aufnahmen in der Praxis

Für den Praxistest habe ich verschiedene Motive aufgenommen, darunter:

  • flexible Solarmodule (von MARSTEK)

  • Balkonkraftwerk / PV-Anlage

  • Klettergerüst

  • Heizlüfter (mein typischer Testkandidat -bekannt aus meinen anderen Tests)

Dabei sieht man sehr gut, wie die Kamera Temperaturunterschiede sichtbar macht.

Gerade bei Solarmodulen oder warmen Oberflächen ist das sehr hilfreich, um schnell auffällige Bereiche zu erkennen.

Ein Beispiel aus dem Test: Das Klettergerüst (siehe unten) in der Sonne wurde deutlich heißer als erwartet. Solche Aufnahmen sind nicht nur technisch interessant, sondern auch praktisch nützlich im Alltag.

Flexible Solarmodule von MARSTEK

In dem HIKMICRO Analyzer (PC-Software), lassen sich unterschiedliche Werkzeuge nutzen um die Temperaturen und Temperaturbereiche genauer zu analysieren. Hier habe ich z.B. : für jedes Solarmodul ein Rechteck eingezeichnet. Mir werden nu die minimale und die maximale Temperatur jeder Rechteckfläche angezeigt. 

Mein Balkonkraftwerk

Mit Hilfe der PC-Software lassen sich die Bilder im nachhinein analysieren. Neben den oben gezeigten Rechtecken, können auch einzelne Messpunkte eingefügt werden. 

In diesem Bild habe ich je einen Messpunkt auf den Modulen (32,8 – 37,4°C) und einen auf der Dachhaut (50,9°C) angelegt. Interessant wie war das Dach im Vergleich zum Solarmodul ist.

Kinderklettergerüst

Mir war zwar bewusst, dass sich Klettergerüste und insbesondere auch Rutschen stark aufheizen. Allerdings hätte ich nicht mit 52,8°C gerechnet. Also lasse ich mein Kind nicht mehr klettern, wenn das Klettergerüst lange in der Sonne stand.

Mein Heizlüfter-Test am MARSTEK Venus D

Wer mich schon länger begleitet, der kennt meinen Heizlüfter-Test in meinen Balkonkraftwerk Test-Videos.

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Mein Heizlüfter*

 

Die HIKMICRO E03 kann nicht nur Bilder, sondern auch Videos aufnehmen. Das ist besonders praktisch, wenn sich Temperaturen zeitlich verändern (z. B. beim Erwärmen eines Geräts oder beim Start eines Heizlüfters).

In meinem YouTube Video sieht man gut, wie sich die Markierungen für heißeste/kälteste Stelle dynamisch verändern.

Auswertung am PC mit der HIKMICRO-Analyzer-Software

Nach den Aufnahmen können die Bilder und Videos am PC ausgewertet werden.

Die Bild- und Videodaten lassen sich einfach per USB-C-Kabel wie von einem USB-Stick auf den Computer kopieren.
Das finde ich sehr praktisch, weil man nicht zwingend auf eine Hersteller-Software angewiesen ist.

Wenn du allerdings die Bilder und Videos auswerten möchtest empfehle ich dir die kostenlose Analysesoftware des Herstellers zu installieren. Mit der PC-Software lassen sich die Aufnahmen deutlich genauer auswerten.

Gerade für Dokumentation, Vergleichsbilder oder einfache Auswertungen ist das ein echter Mehrwert.

Hier ein kleine Auswahl der nutzbaren Tools in der PC-Software:

  • Anzeige von Wärmebild + optischem Bild

  • Temperaturanzeige im Bild (inkl. Min/Max/Mitte)

  • Temperaturanzeige beim Überfahren mit der Maus

  • Messpunkte setzen

  • Messbereiche festlegen (Rechteck, Ellipse, Vieleck)

  • Beschriftungen verschieben/anpassen

  • Berichtserstellung

  • Export des Berichtes (z. B. als PDF)

Livebild-Funktion am PC (über USB-C-Kabel)

Ein interessantes Feature der HIKMICRO E03 ist die Livebild-Funktion in der Software.

Dafür wird die Kamera per USB-C mit dem PC verbunden und auf der Kamera die USB-Bildschirmübertragung ausgewählt. Danach kann die Software das Gerät erkennen und eine Verbindung herstellen.

Im Test (mit einer Kerze im Studio) konnte man schön sehen:

  • Wie der heißeste Punkt von der Hand zur Flamme wechselt

  • Wie die Temperatur im Diagramm ansteigt

  • Wie sich Messpunkte auch nachträglich in der Aufnahme ergänzen lassen

Das ist praktisch, wenn du Temperaturverläufe dokumentieren oder später genauer analysieren möchtest.

Screenshot aus dem HIKMICRO Analyzer (PC-Software)

Preis und Einordnung

Die UVP des Herstellers lag in meinem Testzeitpunkt bei 259 €. Je nach Händler ist die Kamera aber häufig günstiger erhältlich.

(Link zu Amazon – Affiliate-Link) Ein Möglicher Rabattcode ist am Ende des Beitrages zu finden.

Für mich ist die HIKMICRO E03 eine kompakte und vielseitige Wärmebildkamera für den Einstieg, die sich gut für:

  • Privatnutzer

  • Hobby-Thermografie

  • einfache Inspektionen

  • Temperaturchecks im Haus und Garten

eignet.

Firmwareupdates installieren

Die Firmware der Kamera kann ich Drei Schritten aktualisiert werden.

  1. Firmwareupdate von der Hersteller-Webseite herunterladen und entpacken
  2. Firmware-Datei in das Hauptverzeichnis der Kamera kopieren
  3. Kamera einschalten und warten bis das Update automatisch installiert wurde

Mein Fazit zur HIKMICRO E03

Die HIKMICRO E03 ist ein alltagstaugliches Werkzeug für alle, die in die Thermografie einsteigen möchten. Sie ist kompakt, schnell einsatzbereit und bietet mit Foto/Video sowie PC-Analyse bereits einen guten Funktionsumfang.

  • Kompakte Abmaße – mitgelieferte Tasche mit Gürtelclip
  • Umschaltbarer Bildmodus (Hybrid/Fusion) zur besseren Orientierung
  • Videoleuchte einfach zu bedienen ohne lange Suche im Menü
  • Kopieren der Daten auch ohne Spezialsoftware möglich
  • Akkulaufzeit 4 Stunden (nicht getestet)
  •  Firmwareupdaten einfach zu installieren
  • Kein W-LAN oder Bluetooth
  • Display bei starker Sonneneinstrahlung nicht zu erkennen
  • Interner Speicher nicht erweiterbar

Icons stammen von Icons8 (Link).

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Transparenzhinweis: Die  HIKMICRO PocketE E03 wurde mir von HIKMICRO als Testgerät vorübergehend bereitgestellt. Es gab keine Vorgaben zur inhaltlichen Bewertung.

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