MARSTEK Venus C/E - AC gekoppeltes Energiespeichersystem

In diesen Blogbeitrag stelle ich dir den MARSTEK Venus E bzw. MARSTEK Venus E vor.

Der MARSTEK Venus ist eine praktische Plug-and-Play-Lösung für die Speicherung von Strom.
Dank der Firma Zinnzgreen aus Alsdorf hatte ich die Gelegenheit, den MARSTEK Venus E bereits vor der offiziellen Präsentation im November 2024 ausgiebig zu testen.

In diesem Blogbeitrag und in meinem YouTube Video erfährst du alles über den Speicher, seine Funktionen und meine persönlichen Erfahrungen damit.

Der MARSTEK Venus ist ein AC-Speicher und bietet keine direkten Eingänge für PV-Module. Stattdessen wird der Akku über eine normale Schuko-Steckdose geladen und entladen – ideal für Nutzer mit flexiblen Stromtarifen, älteren PV-Anlagen ohne Speicher oder Balkonkraftwerken ohne Speicher.

Durch die Kopplung über das Stromnetz muss der Speicher nicht in unmittelbarer Nähe zum Wechselrichter aufgestellt werden. Auch wenn PV-Anlage und Venus zwei unterschiedliche Phasen deines Stromnetzes nutzen, wird dein saldierender Stromzähler alles richtig zählen.

Lieferumfang

Zum Lieferumfang gehört:

  • MARSTEK Venus C oder E
  • Montagematerial für die Wandmontage
  • W-LAN-Antenne (bei mir bereits montiert)
  • AC-Anschlusskabel
  • Bedienungsanleitung

Je nach Speicher werden entweder Füße (MARSTEK Venus C) oder Rollen (MARSTEK Venus C) mitgeliefert. Diese müssen selbst montiert werden. 

Der Speicher ist in zwei Varianten erhältlich:

  • MARSTEK Venus C: 2.560 Wh Kapazität, ca. 45 kg Gewicht

  • MARSTEK Venus E: 5.120 Wh Kapazität, ca. 60 kg Gewicht

Mit einer Effizienz von 93,5 % ergibt sich eine nutzbare Kapazität von etwa 2.150 Wh (Venus C) bzw. 4.300 Wh (Venus E).

Die Anschlüsse

Auf der rechten Seite des Speichers finden wir alle Anschlüsse.

  • RS485
  • W-LAN Buchse
  • Netzanschluss
  • Notstrom Steckdose
  • Ein-Aus-Schalter
  • Erdungsanschluss (optional)

 

Technische Daten

Die beiden Speichervarianten des MARSTEK Venus haben nicht nur unterschiedliche Akkukapazitäten, sie unterscheiden sich auch in ihrer Baugröße.

Der MARSTEK Venus E hat eine kompakte Bauweise mit den Maßen 69 cm x 56 cm x 20 cm (ohne Rollen). Er ist 11cm breiter und 14cm höher als der MARSTEK Venus C.

Beachte, dass rund um den MARSTEK Venus mindestens 15 cm Platz zur Belüftung eingehalten werden sollte.

Der Speicher ist nach IP65 zertifiziert und kann somit auch im Außenbereich genutzt werden – allerdings sollte er nicht in direkter Sonneneinstrahlung stehen. 

Montage des Speichers

Die Montage geht alles ganz schnell. 

Es müssen nur die Füße bzw. Rollen montiert werden. Dann noch die W-LAN Antenne und das AC-Anschlusskabel (GRID) anschließen.

Die Rollen mit den Bremsen fixieren, damit der MARSTEK Venus E nicht wegrollen kann.

Dann nur noch den Schukostecker in die Steckdose stecken und den Speicher ggf. am Ein-Aus-Schalter einschalten.

Inbetriebnahme und MARSTEK App

Um den MARSTEK Venus einrichten und nutzen zu können, wird die MARSTEK App benötigt. Diese muss aus dem Google „Play Store“ oder Apple „App Store „heruntergeladen werden.

Wie bei vielen anderen Apps auch muss hier zunächst ein Benutzerkonto angelegt werden. Ich empfehle dringend ein neues und sicheres Passwort zu wählen.

WICHTIG: Die MARSTEK App benötigt Zugriff auf W-LAN und Bluetooth.

Nachdem das Benutzerkonto eingerichtet ist, kann der Speicher z.B. über die Bluetooth-Verbindung des Smartphones oder die Handykamera (QR-Code) mit der MARSTEK App verbunden werden.

Ich nutze in meinem Fall die Bluetooth-Verbindung. 

Sofern der MARSTEK Venus noch nicht eingeschaltet ist (siehe LED-Anzeige), schalte ihn über den Ein-Ausschalter auf der rechten Seite des Speichers ein. Wenn die LED-Anzeige leuchtet, kann es in der MARSTEK App weitergehen.

Um den Speicher zu verbinden oben rechts auf „Gerät hinzufügen“ tippen. Danach „Bluetooth hinzufügen“ auswählen und schon wird der Speicher nach wenigen Sekunden angezeigt. Den Speicher auswählen und einen Namen vergeben. In meinem Fall nenne ich den Speicher „Techniac Venus-E“.

Achte bei der Einrichtung der W-LAN-Verbindung darauf, dass nur 2,4GHz Netzwerke genutzt werden können. Die W-LAN Name sollte keine Sonderzeichen (z.B. Komma) enthalten.

Damit du auch alle Funktionen die ich hier vorstelle nutzen kannst, solltest du den MARSTEK Venus zunächst aktualisieren. Da die Firmware per Bluetooth übermittelt wird, solltest du in der Nähe des Speichers bleiben.

Nachdem du den MARSTEK Venus erfolgreich in die App eingebunden hast, können wir mit der Startseite der App weitermachen.

Oben rechts siehst du den aktuellen Verbindungsstatus des Speichers. Wenn du in der Nähe des MARSTEK Venus bist, wird auch das Bluetooth-Symbol grün angezeigt.

Unter dem Bild des Speichers, siehst du die aktuelle Leistung und ob gerade geladen oder entladen wird.

Über die Punkte „Ertrag“ und „Kumulative Entladung“ lassen sich verschiedene Diagramme für den Tag, Monat und das Jahr aufrufen. 

Unten Links – über den Punkt „CT“ – lässt sich ein Smartmeter einbinden. 

Unten Rechts kann der Betriebsmodus ausgewählt werden.

Lade- und Entladestraegie Einstellen:

  • Eigenverbrauchsmodus: Der Speicher erkennt, wann er laden oder entladen soll. Hierzu sind Informationen von einem Smartmeter (z.B. Shelly Pro 3EM oder EcoTracker) notwendig.

  • AI-Optimierung: Der Speicher nutzt Strompreise, um zu günstigen Zeiten zu laden.

  • Manueller Modus: Hier legst du selbst fest, wann der MARSTEK Venus geladen oder entladen werden soll.

Im Manuellen Modus kannst du die Zeiten, den Wochentag und die Lade- oder Entladeleistung festlegen.

Um ein MARSTEK Smartmeter, einen Shelly Pro 3EM oder einen EcoTracker zu verwenden, muss dieser zunächst konfiguriert werden. Dies geschiet unten über das „CT“-Symbol

Um einen Shelly Pro 3Em zu nutzen muss zunächst die Shelly App geöffnet und der Shelly Pro 3EM dort ausgewählt werden. Über die Einstellungen des Shelly Geräte auf die „Weltkugel“ tippen und unter „RPC über UDP“ den Port „1010“ eingeben. Nach dem speichern wird der Shelly Pro 3Em neugestartet.

Danach kann der Shelly Pro 3EM in der MARSTEK App ausgewählt werden. Wenn der Shelly erfolgreich verbunden ist, kann jetzt der Eigenverbrauchsmodus verwendet werden.

Die Anleitung vom Hersteller zum Shelly gibt es hier.

In den Eistellungen (Startseite – Zahnrad oben rechts) kannst du u.a. die Lade- und Entladestrategie ändern und die Notstromsteckdose ein und ausschalten.

Unter dem Punkt „Aufrüstung der netzgebundenen“ kannst du die maximale Ausgangsleistung einstellen. Auch wenn hier 2.500W ausgewählt werden kann, solltest du daran denken, das derzeit in Deutschland nur 800W erlaubt sind.

Backup- und Notstrom-Steckdose

Die Backup-Steckdose ermöglicht es, wichtige Verbraucher auch bei Stromausfall zu betreiben. Du solltest di Backup-Steckdose allerdings nicht dauerhaft eingeschaltet lassen, da der verbaute Inverter sonst den Akku über die Zeit entlädt.

An die Backup-Steckdose lassen sich Verbraucher bis max. 2.500W anschließen.

Ich habe an der Backup-Steckdose getestet:

  • Heizlüfter: Funktionierte einwandfrei.

  • Elektroauto (Notladekabel): Ladevorgang mit max. 1,7 kW möglich. Begrenzung durch das Ladekabel und nicht durch den Venus.

Weitere Geräte wie z.B. ein E-Scooter sollten auch problemlos möglich sein.

Schau dir dazu am besten mein Video an.

Anschaffungskosten

  • Venus C (2.560 Wh): ca. 1.200 €

  • Venus E (5.120 Wh): ca. 1.900 €

Stand: Februar 2025

Mein Fazit

  • Robustes Metall-Gehäuse (Acrylglasscheibe ist Geschmacksfrage)
  • Montage in unter 10 Minuten
  • Einfache Verbindung per Bluetooth – Leichte Umsetzbarkeit beim Endkunden.
  • Übersichtliche Startseite mit allen wichtigen Informationen
  • Funktionsprinzip und Modi sind weitestgehend selbsterklärend
  • Durch die AC-Kopplung kann der Speicher überall aufgestellt werden und ist nicht an des Standort eines Wechselrichters gebunden.
  • Über die Backup-Steckdose können wichtige Geräte betrieben werden (z.B. Gefrierschrank). Es könnte aber auch ein Auto geladen werden.
  • MARSTEK App braucht dringend bessere Übersetzungen
  • Keine Tragegriffe am Gehäuse und das trotzt des hohen Gewicht von ca. 45 bzw. 65kg.
  • Sehr hoher Schwerpunkt, daher kann der Speicher beim schieben kippen (Venus E)
  • Kein Datenexport z.B. als CSV-Datei möglich.
  • Keine Weboberfläche, daher nur für Kunden mit Smartphone nutzbar.
  • Keine offenen Schnittstellen für SmartHome Systeme wie Home Assistant oder iobroker

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Bedienungsanleitung

(Derzeit in Deutsch online nicht verfügbar)

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MARSTEK Venus

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